Viele kleine Betriebe wissen, wie viel sie in Rechnung gestellt haben, aber nicht, an welchem Auftrag sie verdient und an welchem sie verloren haben. Hier ist eine einfache Formel für den Gewinn pro Auftrag, und wie Sie ihn verfolgen, solange der Auftrag läuft.
Kurz gesagt
- Gewinn = Umsatz minus Material, Arbeit und sonstige Auftragskosten.
- Arbeit nach echten Stunden und echten Stundenkosten rechnen.
- Kosten am selben Tag dem Auftrag zuordnen.
- Die Marge in Prozent ansehen, nicht nur den Betrag.
Die Formel
Gewinn am Auftrag = Umsatz − Material − Arbeit − sonstige Kosten
Umsatz ist, was Sie für diesen Auftrag in Rechnung gestellt haben, inklusive Nachträgen. Sonstige Kosten sind alles, was am Auftrag hängt: Fahrten, Gerätemiete, Entsorgung, Subunternehmer.
Beispiel
Badsanierung, abgerechnet 6.200 € netto.
- Material: 2.350 €
- Arbeit: 52 Stunden × 30 € = 1.560 €
- sonstige Kosten (Fahrten, Entsorgung, Kleinmaterial): 540 €
Gewinn: 6.200 − 2.350 − 1.560 − 540 = 1.750 €, also 28 % Marge.
Warum Marge in Prozent
Ein Auftrag über 20.000 € mit 8 % Marge bringt weniger als einer über 6.000 € mit 28 %, und trägt mehr Risiko. Verfolgen Sie die Marge in Prozent, sehen Sie schnell, welche Arbeiten sich lohnen und wo Sie den Preis erhöhen müssen.
Verfolgen, solange der Auftrag läuft
Wer den Gewinn erst am Ende rechnet, kann nichts mehr ändern. Ordnen Sie Kosten und Stunden am selben Tag dem Auftrag zu, sehen Sie sofort, wenn Material oder Stunden den Plan überschreiten, und können reagieren: mit dem Kunden über Nachträge sprechen oder die Organisation anpassen.
Häufige Fehler
- Die eigene Arbeit wird nicht gerechnet, "das habe ich ja selbst gemacht".
- Kosten werden für alle Aufträge zusammen geführt, niemand weiss, was wohin gehört.
- Nachträge werden erledigt, aber nicht abgerechnet.
- Belege von Lieferanten gehen verloren.
Gewinn pro Projekt in AdBooks
In AdBooks ist jeder Auftrag ein Projekt: Angebote, Rechnungen, Stunden, Material und Kosten an einem Ort. Den Lieferantenbeleg fotografieren Sie, die Daten füllen sich selbst aus, und am Ende sehen Sie genau, ob sich der Auftrag gelohnt hat.
Häufige Fragen
Wie berechne ich den Gewinn an einem Auftrag?
Vom Umsatz des Auftrags Material, Arbeit nach echten Stunden und alle sonstigen Auftragskosten abziehen.
Welche Marge ist im Handwerk gut?
Das hängt von Gewerk und Markt ab. Wichtig ist, sie je Auftragsart zu verfolgen und dort den Preis zu erhöhen, wo die Marge dauerhaft niedrig ist.
Sollte ich meine eigene Arbeit mitrechnen?
Ja. Ihre eigenen Stunden sind Kosten des Auftrags wie die Stunden Ihrer Mitarbeiter, sonst wirkt der Gewinn grösser, als er ist.

