Das Angebot ist oft das erste richtige Dokument, das ein Kunde von Ihnen sieht - und bei vielen Aufträgen entscheidet es, wer den Zuschlag bekommt. Ein klares, vollständiges Angebot bringt mehr Aufträge, verhindert spätere Diskussionen und wird ohne Abtippen zur Rechnung. So schreiben Sie ein Angebot für Handwerksleistungen, das Kunden verstehen und annehmen.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein gutes Angebot listet jede Position mit Menge, Einheit und Preis auf - der Kunde sieht genau, wofür er zahlt.
- Trennen Sie Material und Arbeit, nennen Sie, was nicht enthalten ist, und legen Sie eine Gültigkeit fest.
- Versenden Sie das Angebot noch am selben Tag als Link, den der Kunde am Handy öffnen und unterschreiben kann.
- Nach der Annahme wird das Angebot mit einem Klick zur Rechnung, statt alles neu einzugeben.
Was ein professionelles Angebot enthalten muss
Ihre Daten und die Daten des Kunden
Firmenname, Anschrift, Steuernummer oder USt-IdNr., Telefon und E-Mail - und dasselbe für den Kunden. Bei Privatkunden reichen Name und Adresse der Baustelle. Fehlende Angaben sind der häufigste Grund, warum ein Angebot zweimal verschickt werden muss.
Angebotsnummer und Datum
Nummerieren Sie Angebote fortlaufend (zum Beispiel 2026-0147), damit Sie sie später finden und mit der Rechnung verknüpfen. Ergänzen Sie das Ausstellungsdatum und die Gültigkeit - im Bau sind 15 oder 30 Tage üblich, weil sich Materialpreise ändern.
Eine klare Leistungsbeschreibung
Beschreiben Sie in verständlichen Worten, was Sie tun: "Alte Fliesen entfernen und neue Bodenfliesen im Bad verlegen, ca. 6 m²" ist besser als "Fliesenarbeiten". Je genauer die Beschreibung, desto weniger Streit darüber, was vereinbart war.
Positionen mit Menge, Einheit und Preis
Teilen Sie den Auftrag in Positionen auf: Material, Arbeitszeit, Anfahrt, Entsorgung. Jede Position braucht eine Menge, eine Einheit (m², m, Stk., Std.) und einen Einzelpreis. Kunden vertrauen einem Angebot, das sie Zeile für Zeile nachvollziehen können, viel mehr als einer einzigen Summe.
Steuer, Rabatt und Gesamtbetrag
Weisen Sie Nettobetrag, Umsatzsteuer und Gesamtbetrag getrennt aus. Wenn Sie einen Rabatt geben, zeigen Sie ihn als eigene Zeile, damit der Kunde den Wert sieht.
Zahlungsbedingungen und Anzahlung
Legen Sie fest, wann und wie gezahlt wird: zum Beispiel 30 % Anzahlung vor Beginn, der Rest nach Fertigstellung. Bei grösseren Aufträgen schützt Sie eine Anzahlungsrechnung davor, das Material aus eigener Tasche vorzufinanzieren.
Was nicht enthalten ist
Nennen Sie, was der Preis nicht abdeckt - zum Beispiel Putzarbeiten nach der Elektroinstallation oder das Ausräumen von Möbeln. Dieser eine Absatz verhindert die meisten Gespräche à la "Ich dachte, das ist inklusive".
So kalkulieren Sie richtig
Gehen Sie von Ihren echten Kosten aus, nicht vom Preis der Konkurrenz. Kalkulieren Sie Material mit Zuschlag für Verschnitt (oft 5-10 %) und die Arbeitszeit mit Ihrem echten Stundensatz. Wenn Sie nicht sicher sind, wie hoch er sein sollte, lesen Sie unseren Ratgeber Stundensatz berechnen.
Für wiederkehrende Arbeiten lohnt sich eine Liste mit Standardpositionen und Preisen. So schreiben Sie das nächste Angebot in Minuten, und Ihre Preise bleiben von Auftrag zu Auftrag einheitlich. In AdBooks liefert der Estimator einen fertigen Positionskatalog nach Gewerk - zum Beispiel Kabel, Steckdosen und Wallboxen für Elektriker.
Schnell senden - und das Ja leicht machen
Tempo gewinnt Aufträge. Ein Kunde, der drei Betriebe anfragt, nimmt oft das erste professionelle Angebot, das ankommt. Senden Sie das Angebot, wenn möglich, noch am selben Tag.
Statt eines PDF-Anhangs, der im Postfach untergeht, senden Sie einen sicheren Link per WhatsApp, Viber oder E-Mail. Der Kunde öffnet ihn am Handy, ohne Konto oder App, und kann direkt unterschreiben. Sie werden benachrichtigt, sobald unterschrieben ist - und wissen genau, wann Sie Material bestellen können.
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Vom Angebot zur Rechnung ohne Abtippen
Wenn der Auftrag erledigt ist, sollte die Rechnung genau das enthalten, was vereinbart war. Das angenommene Angebot mit einem Klick in eine Rechnung umzuwandeln, spart Zeit und verhindert Tippfehler. Haben Sie eine Anzahlung erhalten, ist die Anzahlungsrechnung verknüpft und wird automatisch von der Schlussrechnung abgezogen.
Häufige Fehler in Angeboten
- Nur eine Gesamtsumme ohne Positionen - der Kunde kann nicht vergleichen und beginnt zu verhandeln.
- Keine Gültigkeit - Sie sind an alte Preise gebunden, wenn das Material teurer wird.
- Unklarer Leistungsumfang - Zusatzarbeiten werden zum Streit statt zur Zusatzrechnung.
- Zu spät gesendet - die Konkurrenz war schneller.
- Kein Nachfassen - eine kurze Nachricht nach drei Tagen bringt oft den Auftrag.
Häufige Fragen
Wie lange sollte ein Angebot gültig sein?
Im Handwerk und Bau sind 15 bis 30 Tage üblich. Eine längere Gültigkeit ist riskant, wenn sich Materialpreise schnell ändern.
Ist ein unterschriebenes Angebot verbindlich?
Ein vom Kunden unterschriebenes Angebot dokumentiert klar, was vereinbart wurde - das hilft bei Streitigkeiten sehr. Die genaue rechtliche Wirkung hängt vom Land ab, fragen Sie bei grossen Aufträgen Ihren Steuerberater oder Anwalt.
Sollte ich für ein Angebot Geld verlangen?
Bei kleinen Aufträgen meist nicht. Bei grossen Projekten mit Planung oder Aufmass vor Ort berechnen viele Betriebe eine Gebühr und ziehen sie bei Auftragserteilung vom Preis ab.
Kann ich Angebote am Handy schreiben?
Ja. Mit einer Software, die im Browser läuft, schreiben und versenden Sie Angebote direkt von der Baustelle.
Fazit
Ein gutes Angebot ist klar, vollständig und schnell. Listen Sie jede Position auf, nennen Sie, was nicht enthalten ist, ergänzen Sie die Zahlungsbedingungen und senden Sie es noch am selben Tag als Link zum Unterschreiben. Machen Sie das jedes Mal, und Sie gewinnen mehr Aufträge mit weniger Diskussionen - und verbringen Ihre Abende mit der Familie statt mit Papierkram.

